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Die Geschichte der 3TT-OLA-ITN®

 
Die DreiTermineTherapie in Vollnarkose wurde nicht aus einem Lehrbuch abgeschrieben. Sie hat eine sehr persönliche Geschichte.
An sich führten in den 70er-Jahren des letzten Jahrtausends nur Kieferchirurgen Behandlungen in Narkose durch. Der Kieferchirurg macht aber keine Zahnreinigung, keine Füllung und schon gar keine Krone, Brücke oder Prothese.
Die Behandlung von Behinderten in Narkose wurde in den 70er-Jahren des letzten Jahrtausends nur von sehr wenigen Spezialisten gemacht. Einer war die Gruppe um mich und der andere war der Vater eines behinderten Kindes. In Deutschland waren das damals maximal fünf Zahnärzte, die die zahnärztliche Behandlung in Narkose trotz der Risiken der Narkose-Behandlung bei den meist polymorbiden Behinderten wagten. Anders waren dringend nötige zahnärztliche Behandlung jedoch nicht möglich.
Fortbildungsmöglichkeiten, Vorbilder oder spezielle Lehrbücher gab es nicht. Die zahnärztliche Behandlung in Vollnarkose war generell verpönt – vor allem von den Zahnärzten.
Es hatte sich im Laufe der Jahre in München herumgesprochen, dass schwer behinderte Patienten bei mir in Narkose behandelt werden konnten.
Wie man Behinderte zahnärztlich behandelt kann hängt natürlich u.a. vom Grad der Behinderung ab. Diejenigen, die nur in Narkose behandelbar waren, hatten an sich schon schwere Behinderungen. Die Behandlungsmöglichkeiten waren extrem eingeschränkt, es gab keine Möglichkeit für eine Vorplanung. Die Narkose war riskant. Die Narkosedauer war auf maximal – im äußersten Fall – auf vier Stunden beschränkt. Die nächste Narkose konnte frühestens vier Wochen später gemacht werden.
Die zahnärztliche Behandlung beschränkte sich im Allgemeinen auf Zahnreinigungen, Extraktionen und Füllungen.
Wesentliche Gründe nicht mehr zu machen lagen in der kurzen Narkosedauer, der Gefährlichkeit der Narkose an sich und der Notwendigkeit bis zur nächsten Narkose wenigstens vier Wochen Sicherheitsabstand zu halten. Kronen und Brücken waren – aus vielen praktischen und technischen Gründen – praktisch unmöglich. Es gab also viele gute Gründe nur ein sehr eingeschränktes Behandlungs-Spektrum anzubieten.
Bei Behinderten führt der Zungendruck oft zu Verschiebungen der Zähne im Frontzahn-Bereich. Dadurch wird dann die Schutz-Funktion der Frontzahn-Gruppe geschwächt. Allein aus dieser Perspektive waren Eingriffe nötig, die diese Prozesse eventuell begrenzen. Da Behinderte aber auch gerne kauen und beißen habe ich immer öfter versucht diesen Patienten eben das – unter extrem schwierigen Bedingungen – zu ermöglichen. Der Kampf mit den enormen Schwierigkeiten des vollständigen Neulandes – an allen Ecken und Enden – begann.
Das führte im Laufe der Zeit dazu, dass aus dem Bekanntenkreis der Anästhesisten, der Bekannten und Verwandten der Patienten von der Möglichkeit zahnärztlich in Narkose behandelt zu werden erfuhren. Einige baten auch selbst in Narkose behandelt zu werden. So kamen die ersten extrem ängstlichen Patienten. Damals sprach man gar nicht von ZahnarztPhobie. ZahnarztPhobie gab es gar nicht als Begriff.
Der Begriff ZahnarztPhobie war schlicht unbekannt. Zahnmedizin hatte mit Phobie damals gar nichts zu tun. Phobien hatten nur Psychopathen.
Ein Zufall brachte ans Tageslicht, dass extrem ängstliche Patienten (später wurden die als ZahnarztPhobiker bezeichnet) nach der Narkose mit der Methode des Dr. Leu plötzlich ganz normale Patienten waren und später kaum mehr zahnärztliche Behandlungen in Narkose brauchten. Da dieser Effekt bei tausenden Patienten immer wieder beobachtet werden konnte, lag die Vermutung nahe, dass hinter meiner Methode bisher unbekannte Zusammenhänge stecken müssten.
Als erstes fiel auf, dass diese extrem ängstlichen Patienten meist ganz normale Menschen waren. Sie hatte also keine Macke oder Meise o.ä.. Sie waren auch offensichtlich keine Psychopathen oder Feiglinge.
 
Aber:
Ganz offensichtlich hatte die Zahnarztphobie auch etwas mit der fehlerhaften Okklusion / Fehlbiss zu tun.
Das heißt jedoch nicht, dass jeder Patient mit einem Fehlbiss auch eine Zahnarztphobie hatte. Aber man konnte darauf wetten, dass jeder Patient mit Zahnarztphobie auch ein Fehlbiss-Problem hatte.
Nach vielen weiteren Narkose-Sanierungen hat sich diese Beobachtung immer mehr bestätigt. Nun muss man wissen, dass sich Zahnärzte mit Biss, Fehlbiss, Malokklusion usw. praktisch nicht beschäftigen – auch heute noch nicht. Das ist – immer noch – einer kleinen elitären Schicht unter Spitzen-Zahnärzten vorbehalten.
Von Anfang an war klar, dass man – um alle Risiken klein zu halten und trotzdem Komfort für die Patienten zu erreichen – eine zahnärztliche Sanierung in drei Terminen mit möglichst wenigen Narkosen erreichen musste. Davon ausgehend wurden von mir später die DreiTermineTherapie bzw. 3TT-OLA-ITN® entwickelt.
 

3TT-OLA-ITN® – DreiTermineTherapie in Vollnarkose

Die 3TT-OLA-ITN® wurde markenrechtlich geschützt: 3TT-OLA-ITN®.
Diese Behandlungs-Technik wird heute bei allen unseren Patienten eingesetzt. Die Umsetzung des Behandlungsplans in einer strukturierten Behandlungs-Abfolge ist den Zahnärzten in den T2-DIRECTIVES vorgeschrieben. Der Patient in München, Wien, Berlin, Zürich oder in Barcelona kann also davon ausgehen, dass der Erfolg quasi vorprogrammiert ist. Die meisten Patienten arbeiten bereits am nächsten Tag wieder.
Warum ist die Behandlungs-Abfolge vorgeschrieben?
Dem T2-Behandler wird keineswegs die ärztliche Unabhängigkeit genommen. Vor der Narkose-Behandlung / T2 studiert der T2-Behandler sämtliche Patientenunterlagen. Gegebenenfalls bringt er Planungs-Änderungen vor Behandlungsbeginn ein oder lehnt die Übernahme ab.
Dr. Michael Leu / 05.08.2011
 
 
 

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Wir blicken zurück auf 10 Jahre Engagement für Zahnarztphobiker. Das bedeutet ständige Weiterentwicklung der DreiTermineTherapie und Sensibilisierung aller Mitarbeiter, um unsere Patienten erfolgreich zahnärztlich behandeln zu können.

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