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1. Brief: Freitag, 28. September |
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Nach einer schlecht geschlafenen Nacht rief ich heute bei Frau Dettmann
an. Im Laufe des Gesprächs erzählte ich ihr, wie schlecht es mir
eigentlich geht. Sie beruhigte mich aber sofort. Auf der einen Seite
freue ich mich auf den Termin in Köln am Donnerstag, auf der anderen
Seite kommen gerade diese Ängste hoch, doch falsch verstanden, ja
sogar beschimpft zu werden in welchem desolaten Zustand sich meine Zähne
befinden.
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2. Brief: Frau G.S schreibt
am 1. Oktober – drei Tage vor dem 1. Termin – an Frau Herold |
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Ich habe versucht, Ihren Rat zu befolgen und mir einigermaßen ein
"ruhiges" Wochenende gegönnt... Allerdings, wenn ich ehrlich bin, sind
meine Gedanken doch immer bei meinen "Zähnen". Auch habe ich Angst
davor, wie es mir danach gehen wird. Ich bin noch nie 5 oder 7 Stunden
operiert worden! Es tut mir Leid, wenn ich Ihnen auf die Nerven gehe...
Ehrlich gesagt, geht es mir aber besser, wenn ich Ihnen schreibe und von
Ihnen höre bzw. lese!!!
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3. Brief: Frau G.S. am 2. Oktober 2007 – 2 Tage vor Ihrem 1. Termin |
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Jetzt sind es nur noch zwei Tage bis zu meinem ersten Termin ! Ich kann
es noch gar nicht fassen, daß ich mich wirklich getraut habe bei Ihnen
anzurufen. Dennoch werden meine Panikattacken jetzt immer öfter. Meine
Angst Herr Dr. Leu könnte doch etwas sagen, beschäftigt mich natürlich
sehr. Beruhigend ist für mich zu wissen, daß mir alle helfen wollen.
Dafür danke ich Ihnen und dem gesamten Team !
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4. Brief: Frau G.S. am 6. Oktober 2007 – ein Tag nach dem 1. Termin |
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Wenn ich überlege wie schlecht es mir gestern um diese Uhrzeit gegangen
ist – und heute sitze ich hier und schreibe Ihnen, wie erleichtert und
auch glücklich ich jetzt bin. Herr Dr. Leu war nach ca. 30 Jahren der
erste Zahnarzt, der mir wieder in Mund geschaut hat! Durch seine ruhige,
besonnene Art nahm er mir wirklich die Angst, gleich in Panik ausbrechen
zu müssen! Seit gestern ist da wirklich ein Fünckchen Hoffnung
entstanden, daß ich einem Zahnarzt VERTRAUEN kann. Unfaßbar: alles,
wirklich alles, was auf dieser I-Net Seite steht, passiert auch so!
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5. Brief: Dienstag, den 9. Oktober – vier Tage nach dem 1. Termin |
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Heute geht es mir gar nicht gut! Gestern haben wir per Mail den
Kostenvoranschlag und den Behandlungsplan erhalten. Die Kosten sind das
kleinere Problem: Als ich gesehen habe, was da alles gemacht wird, wurde
und ist mir immer noch schlecht. Bei mir ist es bestimmt am
schlimmsten!!! Ging es Ihnen auch so, daß es Momente gab, wo Sie einfach
nur davonlaufen wollten? Das Sie plötzlich Angst vor der eigenen Courage
bekommen? Aber ich muss es machen lassen – das weiß ich.
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6. Brief: Dienstag, den 9. Oktober – vier Tage nach dem 1. Termin |
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Sicherlich haben Sie mal wieder recht! Vielleicht geht es mir auch
morgen schon wieder besser. Sind Ihnen damals auch Zähne gezogen worden?
Also, wenn ich das bei mir richtig zusammen rechne, komme ich auf ...
mein Gott, ist das viel ... Meinungen zu dem was ich vorhabe kann ich
nur schwer ertragen, meist fehlt das Verständnis dafür.
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7. Brief: Mittwoch, den 10. Oktober – fünf Tage nach dem 1. Termin |
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Mir geht es heute morgen schon etwas besser als gestern. Ich habe
gestern Abend noch mal alles mit meinem Mann durchgesprochen, und er
meinte auch, daß solche Momente oder Gefühle ganz normal wären. Ich bin
wirklich so froh, so einen verständnisvollen und lieben Ehepartner zu
haben. Ich wollte mich nochmals bedanken, daß Sie mir immer
zurückschreiben und für mich ein offenes Ohr haben.
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8. Brief: Montag, 15.10. 2007 – 12 Tage vor dem OP-Termin |
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Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende! Am Freitag habe ich ein
kurzes, sehr nettes Gespräch mit dem Narkosearzt Dr. Unkel geführt.
Hoffentlich bleibt es bei meinem OP Termin (27.10.), denn mittlerweile
ist Warterei doch ziemlich stressig. Ich mache mich wirklich verrückt
und mein Mann der tut mir schon Leid. Kann mich gar nicht auf meinen
Geburtstag konzentrieren!
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9. Brief vom 15.10.2007 – 12 Tage vor OP-Termin |
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Gerade habe ich den T2-Termin bekommen und habe absolute PANIK!!!!! Mir
ist schon ganz schlecht, wenn ich lese, das ich um 9.00 Uhr da sein soll
und die Behandlung erst um 10.00 Uhr beginnt. Am Besten gibt man mir
etwas, wo ich gar nichts mehr mitbekomme. Da ist nur blanke Angst ...
kennen Sie das Gefühl ??? Oder bin ich doch ein Sonderfall ????
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10. Brief: Montag, 15.10.2007 – 12 Tage vor OP-Termin |
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Vielen Dank, daß Sie mir so schnell geantwortet haben. Sie sind wirklich
für mich immer da! Mein Geburtstag wird dieses Jahr nicht groß gefeiert.
Ich wünsche mir wirklich nichts, denn ich weiss, mein GESCHENK kann ich
mir nur selber schenken, es gibt nichts, worüber ich mich mehr freuen
würde! Werden Sie am 27. in Gedanken mit mir diesen wirklich schweren
Weg zusammen gehen ?
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11. Brief: Freitag, 19.10.2007 – noch 8 Tage bis OP-Termin |
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Ich zähle die Tage rückwärts! Allerdings muss ich sagen, daß sich meine
Panikattacken jetzt ganz schön steigern ... obwohl das Gespräch mit dem
Anästesiten ganz toll verlief ... Ich denke nur noch an meine Zähne!
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12. Brief: Montag, 22.10.2007 – noch 5 Tage bis zur OP |
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Noch 5 Tage bis zum großen Tag ... und die Ängst werden immer größer!
Wenn ich mir ausmale was ich da eigentlich in Gang gesetzt habe ... Ging
es Ihnen auch so ? Oder bin ich paranoid?
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13. Brief: Dienstag, 23.10.2007 – noch vier Tage bis zur OP |
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Noch 4 Tage bis zur Operation! ... oh mann, die Panikattacken häufen
sich jetzt wirklich und ich kann absolut an nichts anderes mehr denken!
Hoffentlich schaffe ich das. Kaum vorstellbar, daß ich dann wieder nach
Hause gehen kann. Wie werde ich aussehen?
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14. Brief: Dienstag, 23.10.2007 – noch vier Tage bis zur OP |
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Ich schon wieder! Langsam tuen Sie mir wirklich Leid, denn die Fragen
die ich Ihnen stelle, habe ich bestimmt schon 1000 mal vorher gestellt.
Mein Mann macht sich schon Gedanken. Waren Sie denn in der Lage noch am
gleichen Tag z.B. sich auf die Couch zu setzen und noch ein bißchen fern
zu sehen ? Oder ist man da so geschafft, daß man nur noch schlafen möchte ?
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15. Brief: Donnerstag, 25.10.2007 – noch zwei Tage bis zur OP |
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Jetzt sind es nur noch 2 Tage bis zu meinem Termin! Ich kann es noch gar
nicht glauben und habe wirklich sehr große Angst!
Allerdings hat mir der Bericht am Dienstag sehr gut getan und ich kann
jetzt nur hoffen, daß auch bei mir alles so glatt abläuft und ich keine
Schmerzen und Schwellung haben werde.
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16. Brief: Sonntag, 28.10.2007 – einem Tag nach der OP |
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Ich habe es überstanden! Gott sei Dank bin ich froh! Im
Behandlungszimmer - ich glaube es ja bis heute nicht - SETZE mich auf
den Behandlungsstuhl - ganz alleine! Mein Mann hielt ganz brav mein
Händchen bis ich eingeschlafen bin und - als ich aufwachte. Mir war
unheimlich kalt aber Schmerzen hatte ich keine wirklichen! Es war so
einfach! Und ich frage mich jetzt die ganze Zeit: Wovor hattest Du
eigentlich so eine Angst ???? Ich danke allen die gestern bei mir waren.
Dem gesamten Team von der GDO, Ihnen Frau Herold die sie in Gedanken bei
mir waren und last but not least: meinem Mann! Sicherlich wird mich bei
dem T3 Termin ein mulmiges Gefühl begleiten, aber ich habe Vertrauen.
Das ist unbezahlbar!
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17. Brief: Dienstag, den 06.11.2007 – ein Tag vor dem 3. Termin |
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Morgen ist es endlich soweit, ich kann meine neuen Zähne abholen !!!!!
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18. Brief: Donnerstag, 8. November 2007 – einen Tag nach dem 3. Termin |
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Ich bin so glücklich! Ich könnte Sie und alle anderen so sehr umarmen und Ihnen sagen,
wie recht Sie mal wieder hatten. Allerdings, sah ich das gestern Abend noch nicht! Auf dem Weg zur
Zahnarztpraxis, wurde mir regelrecht "schlecht", Ängste kamen da hoch
... Dr. Nabi erklärte mir dann, daß nichts gemacht wird, wozu ich nicht
bereit bin. Nun kann ich wirklich alles essen – gestern Abend schon! Ich
bin nur glücklich!
Ich freue mich schon auf den nächsten Termin, wenn dann auch meine
Unterkieferprothese gemacht wird. Dieses Vertrauen was jetzt wirklich da
ist, kann man nicht bezahlen!
Den Menschen, die sich das hier von mir durchlesen, den möchte ich etwas
ans Herz legen: Der schwerste und der allerwichtigste Schritt ist der
Griff zum Telefon! Wenn sie das gemacht haben, werden Ihnen soviele
Hände entgegengestreckt ... ich danke allen die mich unterstützt haben! Die Tage
des "versteckens" sind vorbei, jetzt kommen nur noch Tage wo ich "lachen" werde!
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19. und letzter Brief vom 26.11.2007 |
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Am Samstag hatte ich meinen allerletzten Termin und es war so einfach!
Das alles hat nicht weh getan und ich habe es mir gefallen lassen!
Sicherlich werde ich erst viel später merken, was ich da eigentlich
getan habe, aber jetzt für heute kann ich nur sagen: Danke das es die
GDO gibt! Ich danke Ihnen so sehr Frau Herold und all den anderen auch
die mit mir "gegangen" sind.
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20. Brief vom 28.11.2007 |
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Ich wollte mich nochmal bei Ihnen bedanken, daß alles so wunderbar und
unkompliziert geklappt hat. Es war so einfach ...
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Brief am 17.12.2007 – ein paar Tage nach einem TV Auftritt im
Schweizer Fernsehen |
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Wie versprochen, mein Bericht von meinem ersten Fernsehauftritt bei
einem Schweizer Fernsehen! Ich kann das immer noch nicht glauben, daß
ich darüber berichten durfte, in einem Interwiev, wie ich mein Lächeln
wiederbekam! Wenn Sie wüßten, wie ich Herrn Dr. Leu angestrahlt habe ...
Abschließend sagte ich im Interwiev "Ich habe immer nach einer Hand
gesucht und mir sind soviele Hände entgegengestreckt worden, so daß ich
gar nichts tun mußte. Im Prinzip bin ich getragen worden".
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